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Über Deutschland
 
Kulturland Forschungs- und Wissenschaftslandschaft
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Kulturland Deutschland
Goethe, Bach und Beethoven - das Kulturleben in Deutschland hat eine lange Tradition. Heute stehen aber auch Namen wie der des Malers Gerhard Richter, des Regisseurs Fatih Akin oder der deutsche Hip-Hop für eine lebendige Kulturnation mit vielen Facetten. Kultur entsteht aus dem friedlichen und toleranten Zusammenleben und Zusammenwirken aller Menschen, die heute in Deutschland leben.

Musical in Hamburg, modernes Ballett in Wuppertal, zeitgenössische Malerei in Berlin oder Theater in Weimar – überall in Deutschland ist Kunst und Kultur zu erleben. Das Interesse ist groß: rund 35 Millionen Zuschauer besuchen Jahr für Jahr mehr als 100.000 Theateraufführungen und über 7.000 Konzerte. Und wer keine Lust auf Goethes' „Faust“ oder Beethovens Symphonien hat, kann sich in einem der insgesamt 6.000 Museen über Kunst von der Frühzeit bis heute informieren.
 
Deutschland bewahrt ein reiches Kulturerbe
 
In allen Teilen des Landes finden sich Zeugnisse eines reichen kulturellen Erbes. Dazu zählen nicht nur die Werke der großen deutschen „Dichter und Denker“ und die über das ganze Land verteilten Burgen und Schlösser, sondern auch modernes Produktdesign, historische Parkanlagen oder Siedlungsbauten aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts.
 
In Deutschland gibt es viele große und kleine Kulturzentren. Das hat mit der föderalen Struktur des Landes zu tun, die den Bundesländern eine große Verantwortung auch bei der Kulturförderung zuweist. Deshalb entfaltet sich in Deutschland ein vielfältiges kulturelles Leben selbst in kleinen Städten und Gemeinden.
 
Dreißig Kulturstätten in Deutschland sind von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt worden. Dazu zählen der Aachener Dom, die Würzburger Residenz und das klassische Weimar, die Stadt Goethes und Schillers. Als Stätten von einzigartiger Ausstrahlung und großem historischem Wert bieten sie die Möglichkeit, mehr zu erfahren über das Leben und die Kultur der Deutschen in vergangenen Epochen.
 
Eine lebendige Musik- und Theaterszene
 
Musik wurde in Deutschland immer schon groß geschrieben. Heute wetteifern mehr als 130 Orchester um die Gunst der zahlreichen Musikfans. Opernhäuser selbst in kleinen Städten bieten ein umfangreiches Repertoire. Große Anziehungspunkte auch für das internationale Publikum sind Festivals wie die Bayreuther Festspiele oder das Bachfest Leipzig. Ebenso lebendig ist die moderne Musikszene: Musicals, Rock-Pop-Events oder Jazzkonzerte stehen fast überall auf dem Programm.
 
Auch Literatur lässt sich vielerorts live erleben. Nicht nur auf der Frankfurter Buchmesse, die sich zum Hauptumschlagplatz der Werke junger Autorinnen und Autoren entwickelt hat. Gelesen wird überall: in Buchhandlungen, auf Literaturfestivals und kleinen und großen Bühnen. Neben den Werken zeitgenössischer Autoren wird dort vor allem auch die klassische Literatur gepflegt. Und das mit großem Erfolg: Goethes „Faust“ ist immer noch das meist gespielte Theaterstück in Deutschland.
 
Besonders attraktiv: Die neuen Museumsbauten 
 
Weit gespannt ist auch das Netz der Museen und Kunstgalerien. Neben den großen historischen Sammlungen in München, Köln, Dresden und Berlin sind es vor allem die neuen Museumsbauten in Leipzig, Stuttgart oder auch auf der Insel Hombroich, die sich als wahre Publikumsmagneten erweisen. Geboten wird hier weit mehr als neue Architektur, nämlich Kunst aller Epochen in interessanten und oft ungewöhnlichen Zusammenhängen.
 
Rauminstallationen, Videokunst, neue Fotografie - wer mehr über die aktuellen Tendenzen der zeitgenössischen Kunst erfahren möchte, sollte eine der vielen Kunstgalerien in Düsseldorf, Köln oder Berlin besuchen. Hier hat sich inzwischen eine junge Galerienszene etabliert, die auch international Beachtung findet.
 
Tradition und Avantgarde in der Hauptstadt Berlin
 
Berlin spielt im kulturellen Leben Deutschlands eine besondere Rolle. Als Hauptstadt des einstigen Preußen hat Berlin eine große Vergangenheit. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, eine der größten Kultureinrichtungen weltweit, bewahrt und pflegt die Schätze dieses einzigartigen Erbes. Die Museumsinsel, die noch bis zum Jahr 2009 aufwändig saniert wird, ist schon jetzt ein unbedingtes „Muss“ für jeden Berlin-Besucher. 
Lebendig sind in Deutschlands Hauptstadt aber auch die bedeutenden Werke der klassischen Moderne: Bertolt Brechts Theaterstücke finden hier ebenso ihr Publikum wie die Filme Marlene Dietrichs oder die expressionistischen Gemälde der Künstlergruppe "Die Brücke".
Auch was die aktuelle Kunst angeht hat die neue deutsche Hauptstadt viel zu bieten: Hier finden nicht nur aufsehenerregende Theaterinszenierungen und spannende Kunst- und Musik-Events statt. Legendär ist auch Berlins Kinoszene, die nicht nur zur Festivalzeit der "Berlinale" mit neuesten internationalen Produktionen lockt.

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Reiseland Deutschland
Deutschland - ein beliebtes Reiseziel im Herzen Europas

Deutschland ist ein attraktives Reiseland: Die Vielfalt der Landschaften, das gute Freizeitangebot, jede Menge Sport- und Kultur-Events sowie eine hervorragende Infrastruktur ziehen Jahr für Jahr Millionen Touristen nach Deutschland.
Trotz der großen Bevölkerungsdichte ist Deutschland reich an Naturschönheiten.
Kein Wunder: Mit zwei Meeren im Norden, Seen- und Flusslandschaften, Mittel- und Hochgebirgen, zahlreichen Naturparks und Biosphärenreservaten bietet das Land eine besonders vielfältige Natur. Kulturlandschaften wie die fruchtbaren Täler von Rhein und Mosel, die weite Marschlandschaft an der Nordsee oder das Alpenvorland mit seinen Bergen und Seen haben auch die regionalen Kulturen mit ihren oft jahrhundertealten Traditionen und Bräuchen geprägt.

Ein reiches Freizeitangebot  

Überall werden attraktive Freizeit- und Sportmöglichkeiten geboten. Gut ausgebaute Wanderwege und Fahrradstrecken, Ski- und Langlaufpisten in den Hoch- und Mittelgebirgen und ein vielfältiges Angebot an hervorragenden Wassersportmöglichkeiten laden zur aktiven Freizeitgestaltung ein. Ein dichtes Netz an Wellnesseinrichtungen verspricht Entspannung und Erholung pur für stressgeplagte Urlauber.
Auch Sportfans finden spannende Unterhaltung. Wettbewerbe in allen Sportarten sind in vielen Orten live zu erleben. Im Vordergrund steht dabei in Deutschland natürlich der Fußball. Durchschnittlich zehn Millionen Besucher kommen in jeder Saison zu den Spielen der Bundesliga.

Deutschlands Städte – attraktiv nicht nur für Kulturfans

Wer Kunst und Kultur erleben möchte, ist in Deutschland gut aufgehoben. Wahre Publikumsmagnete sind die zahlreichen Burgen und Schlösser, Kirchen und Klöster sowie die oft gut erhaltenen historischen Stadtanlagen. Aber auch Städte wie die "Magic Cities", zu denen unter anderen Frankfurt, Dresden, Hamburg, Köln und München gehören, sind attraktive Reiseziele. Neben vielen Sehenswürdigkeiten und bedeutenden Kultureinrichtungen bieten diese Metropolen ein großes Spektrum interessanter und aktueller Veranstaltungen.
Ein besonderer Anziehungspunkt für Besucher aus dem In- und Ausland ist Berlin. Wie keine andere Stadt symbolisiert die bis 1989 geteilte Metropole die Deutsche Einheit. Dabei zeigt sich Deutschlands Hauptstadt heute lebendiger und spannender denn je: neue und alte Architektur, Kultur vergangener Epochen und Avantgardekunst, eine vitale Kunst- und Theaterszene, internationale Messen und Musikevents – Berlin bietet tatsächlich für jeden Geschmack etwas.

Dreißig Kulturstätten gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe

Aber auch in vielen kleineren Städten ist das kulturelle Angebot erstaunlich groß. Das hat mit der Geschichte des Landes zu tun, das sich aus zahlreichen Kleinstaaten entwickelt hat. Zu den insgesamt dreißig Stätten des UNESCO- Weltkulturerbes in Deutschland gehören heute deshalb nicht nur die Berliner Museumsinsel und der Kölner Dom, sondern auch die Altstädte von Stralsund und Bamberg oder das klassische Weimar.
Große Anziehungspunkte sind überall in Deutschland die zahlreichen Volksfeste und Umzüge, die jährlich neue Besucherrekorde verzeichnen. Und das sind nicht nur das Münchner Oktoberfest, der Christkindlesmarkt in Nürnberg oder der rheinische Karneval.
Es gibt auch die alemannische Fasnacht in Rottweil, die jedes Jahr an den Tagen vor dem Aschermittwoch Zehntausende Besucher in den Schwarzwald lockt und deren Ursprünge bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen. Im hohen Norden des Landes begegnen sich bei der Rostocker Hanse Sail an jedem zweiten Wochenende im August rund 200 Groß- und Traditionssegler und mehr als eine Million Besucher. Die Hanse Sail Rostock ist damit die größte maritime Veranstaltung im Küstenland Mecklenburg-Vorpommern.

Ein gut ausgebautes Verkehrsnetz

Mit über 82 Millionen Einwohnern, die auf einer Fläche von 350.000 Quadratkilometern leben, ist  Deutschland eines der bevölkerungsreichsten Länder in Europa. Entsprechend dicht und gut ausgebaut ist das Verkehrsnetz. Von Hamburg bis nach München und von Köln bis nach Berlin – alles ist mit Auto, Bahn, Bus oder Flugzeug gut und schnell zu erreichen. Das ständig wachsende Intercity-Netz der Bahn, das weit verzweigte Autobahnsystem und das moderne Flugverkehrsnetz garantieren einen reibungslosen Reiseverkehr und neueste Sicherheitsstandards.  
Abseits der großen Verkehrsadern erschließen fast hundert Touristikstraßen wie die "Romantische Straße" oder die "Deutsche Weinstraße" die alten Kulturlandschaften und schaffen Nähe zu Natursehenswürdigkeiten, idyllischen alten Städten und Dörfern.

Gastfreundschaft wird groß geschrieben

Unterkünfte finden Besucher in Deutschland in jeder Kategorie: Vom Privatzimmer über Pensionen und Ferienwohnungen bis hin zum Luxushotel. Auch in den unteren Preisklassen werden Standards gesetzt und kontrolliert, so dass in jedem Fall ein Mindestmaß an Komfort erwarten werden kann.
Dass Deutschland kulinarisch mehr als Bratwurst und Sauerkraut zu bieten hat, ist längst bekannt. Auch wenn sich die regionale Küche großer Beliebtheit erfreut, stehen selbst in ländlichen Regionen Gerichte der internationalen Küche auf den Speisekarten. Kulinarisch anspruchsvolle Genießer kommen übrigens nicht nur in den großen Städten auf ihre Kosten: ausgezeichnete Restaurants sind fast überall zu finden.
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Forschungs- und Wissenschaftslandschaft Deutschland
Wissenschaft und Forschung in Deutschland stehen mit der Globalisierung und dem Übergang zur Wissensgesellschaft vor großen Herausforderungen. Damit Deutschland im weltweiten Wettbewerb der Forschungsstandorte seine Spitzenstellung weiterhin behaupten kann, steht ein leistungsstarkes und wettbewerbsorientiertes Wissenschaftssystem zur Verfügung.
Die Forschungslandschaft Deutschland gliedert sich in die Sektoren Wirtschaft, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Dabei spielt die Wirtschaft im Forschungs- und Entwicklungsbereich (FuE) die größte Rolle. Die FuE-Aufwendungen der deutschen Wirtschaft erreichten 2003 ca. 36,8 Milliarden Euro. Auf die Hochschulen entfielen FuE-Ausgaben in Höhe von 9,1 Mrd €, auf die außeruniversitären Einrichtungen rund 7,3 Mrd €. Insgesamt liegen die Bruttoinlandsausgaben für FuE der Bundesrepublik Deutschland 2003 damit bei 53,2 Mrd €, das sind 2,5 % des Bruttoinlandsprodukts.

Die Hochschulforschung: Rückgrat der deutschen Wissenschaft

Traditionell bilden die Hochschulen das Rückgrat des deutschen Forschungs- und Wissenschaftssystems. Diese herausragende Stellung wird durch die thematische und methodische Breite der Hochschulforschung begründet und durch die Nachwuchsförderung abgesichert. Als Träger des größten und zugleich umfassendsten Potentials der öffentlich finanzierten Forschung in Deutschland sowie als Basis und wichtigste Knotenpunkte des deutschen Forschungssystems kommt den Hochschulen eine zentrale Rolle zu.

Aufgrund der institutionellen Verbindung von Forschung, forschungsorientierter Nachwuchsausbildung und Lehre wird die Leistungsfähigkeit der Hochschulen zu einer wichtigen Voraussetzung für den Erfolg des gesamten deutschen Forschungssystems. Denn auch die außerhochschulischen Forschungseinrichtungen sind in hohem Maße auf leistungsstarke Hochschulen angewiesen – als Ausbildungsstätten für den Nachwuchs, als breite Plattform verschiedenster Disziplinen und Forschungsformen sowie als Kooperationspartner in ausgewählten Forschungsgebieten.

Das Spektrum der Forschung an Hochschulen reicht von der Grundlagenforschung über anwendungsorientierte Forschung bis hin zu Entwicklungsarbeiten:

Derzeit gibt es in Deutschland 350 Hochschulen, darunter 79 in privater Trägerschaft.

Der Hochschulkompass ist das Informationsangebot der Hochschulrektorenkonferenz über alle deutschen Hochschulen, deren Studienangebote und internationale Kooperationen.

Der Bund fördert gemeinsam mit den Ländern die beiden großen Forschungsorganisationen Max-Planck-Gesellschaft und Fraunhofer-Gesellschaft. An der Finanzierung beteiligt er sich bei der Max-Planck-Gesellschaft mit 50% und bei der Fraunhofer Gesellschaft mit 90%. Die Max-Planck-Gesellschaft führt freie Grundlagenforschung auf neuen, für die Zukunft wichtigen Gebieten durch. Sie setzt Schwerpunkte in der Spitzenforschung und nimmt eine Ergänzungsfunktion insbesondere gegenüber der universitären Forschung wahr. Die Fraunhofer Gesellschaft konzentriert sich auf die angewandte Forschung. Ihr Ziel ist die schnelle Umsetzung von Forschungsergebnissen in neue und innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft wird ebenfalls gemeinsam von Bund und Ländern finanziert. Sie fördert vor allem die Hochschulen in allen Disziplinen durch Projekte und Programme. Der jeweilige Bundesanteil liegt bei 50% und darüber. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft trägt neben der Max-Planck-Gesellschaft und der Fraunhofer Gesellschaft wesentlich zur Stärkung und Integration der Forschung in Deutschland wie auch zur internationalen Zusammenarbeit bei. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses steht dabei im Vordergrund.

Die 15 Großforschungseinrichtungen, die sich in der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren zusammengeschlossen haben, sind ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Forschungslandschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Sie bearbeiten komplexe wissenschaftlich-technische Fragen und Querschnittsaufgaben, betreiben wissenschaftliche und technische Großgeräte und entwickeln Systemlösungen. Ihre Grundfinanzierung erhalten die Großforschungseinrichtungen zu 90 % vom Bund und zu 10 % von den jeweiligen Sitzländern.

Überwiegend je zur Hälfte finanzieren Bund und Länder die Einrichtungen der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz. Sie sind, neben der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, der Max-Planck-Gesellschaft und der Fraunhofer-Gesellschaft, die vierte Säule der gemeinsamen Forschungsförderung von Bund und Ländern. Die Leibniz-Institute sind nach Aufgabe, Größe, Standort und Rechtsform sehr unterschiedlich. Die Mehrzahl der Institute widmet sich der anwendungsorientierten Grundlagenforschung. Gemeinsam ist allen Einrichtungen die überregionale Bedeutung und das gesamtstaatliche wissenschaftspolitische Interesse an ihrer Arbeit.

Eine erhebliche Forschungskapazität stellen die vom Bund bzw. von den Ländern getragenen 55 Bundes- und 188 Landeseinrichtungen mit Forschungsaufgaben dar. Diese Einrichtungen haben - neben ihren hoheitlichen Tätigkeiten - zunächst die Aufgabe, wissenschaftliche Ergebnisse für die Durchführung der Ressortaufgaben zu gewinnen, sie tragen jedoch auch zum allgemeinen Erkenntnisgewinn bei.

Förderung junger Spitzenforscher

Als eine gemeinsame Einrichtung der deutschen Hochschulen hat der Deutsche Akademische Austauschdienst die Aufgabe, die Hochschulbeziehungen mit dem Ausland vor allem durch den Austausch von Studenten und Wissenschaftlern zu fördern. Seine Programme sind in der Regel offen für alle Fachrichtungen und alle Länder. Sie kommen Ausländern wie Deutschen gleichermaßen zugute. Der Deutsche Akademische Austauschdienst wird zu 90% aus Mitteln des Bundes finanziert und zu 6% aus Mitteln der Europäischen Union.

Mit über 200 Einzelprogrammen verfolgt der Deutsche Akademische Austauschdienst das Ziel einer wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Ausland, der Förderung der deutschen Sprache und Germanistik im Ausland sowie der (Nach-)Betreuung von Stipendiaten, Information und Publikation, Hochschulmarketing und Politikberatung.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung vergibt jährlich bis zu 600 Forschungsstipendien an promovierte ausländische Wissenschaftler bis zum 40. Lebensjahr. Länder- oder Fächerquoten bestehen dabei nicht.

Sie verleiht jährlich in verschiedenen Programmen bis zu 150 Humboldt-Forschungspreise an international anerkannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. 80 dieser Forschungspreise werden an Naturwissenschaftlerinnen und –wissenschaftler aus den USA vergeben. Hinzu kommen bis zu zwölf Max-Planck-Forschungspreise für internationale Kooperationen.

Einen wichtigen Platz in der Forschungslandschaft nimmt auch die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. ein. Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e.V. ist eine privatwirtschaftliche Dachorganisation von 104 industriellen Forschungsvereinigungen. Zusammen mit 48 Forschungseinrichtungen der Unternehmen und insgesamt über 700 eng verbundenen Instituten bilden sie den quantitativ größten Sektor (Wirtschaftssektor) der Forschungslandschaft. Ihr Anteil an den Bruttoinlandsausgaben für FuE beträgt ca. 69 %. Hauptaufgabe dieser Arbeitsgemeinschaft ist die Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung. Unterstützt werden auch Vorhaben der anwendungsorientierten Forschung, die den praktischen Bedürfnissen von kleinen und mittleren Unternehmen Rechnung tragen.

Die sieben deutschen Akademien der Wissenschaften in Berlin, Düsseldorf, Göttingen, Heidelberg, Leipzig, Mainz und München sind in der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften zusammengeschlossen. Etwa 1500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der verschiedensten Fachrichtungen sind zu ordentlichen oder korrespondierenden Mitgliedern gewählt worden.

Die in ihrem Grundhaushalt allein von den Ländern finanzierten Akademien haben die Aufgabe, im Wesentlichen langfristige Vorhaben der Grundlagenforschung zu koordinieren und zu betreuen sowie den interdisziplinären Dialog zu entwickeln und zu pflegen. Die Beratung der Gesellschaft zu allgemeinen und zu Zukunftsfragen sind ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der Akademien. Die Durchführung des von Bund und Ländern je zur Hälfte finanzierte Akademienprogramm mit einem Volumen von 42 Mio. € stellt eine wichtige Aufgabe der Akademien dar.

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina in Halle, eine – übernationale – naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft, wird vom Bund und dem Land Sachsen-Anhalt im Verhältnis 80:20 finanziert.

Die Breite der Forschungslandschaft und die Wahrnehmung unterschiedlicher Aufgaben durch die Wissenschaftsorganisationen und Forschungseinrichtungen zählen zu den Stärken des deutschen Wissenschaftssystems.

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre 'Bundesbericht Forschung 2004'.
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Wirtschaftsstandort Deutschland
Als drittstärkste Volkswirtschaft der Welt nimmt Deutschland mit seiner wirtschaftlichen Gesamtleistung international eine führende Position ein. Mit dem höchsten Bruttosozialprodukt und der größten Einwohnerzahl in der Europäischen Union ist es der wichtigste Markt in Europa. Im Welthandel mit Waren-und Dienstleistungen liegt die Bundesrepublik auf dem zweiten Platz hinter den USA.

Deutschland zeichnet sich als Wirtschaftsstandort aus durch innovative und international agierende Unternehmen, qualifizierte und motivierte Arbeitnehmer, ein international anerkanntes Ausbildungssystem, eine hervorragend entwickelte Infrastruktur sowie Spitzenleistungen in Forschung und Entwicklung. Durch seine zentrale geographische Lage ist Deutschland zugleich auch Schnittstelle zu den neuen Märkten Süd- und Osteuropas auch über die neuen EU-Außengrenzen hinaus.
 
Soziale Marktwirtschaft
 
Die deutsche Wirtschaftsordnung ist nach dem Prinzip der "sozialen Marktwirtschaft" organisiert. Zwar schreibt das deutsche Grundgesetz keine bestimmte Wirtschaftsordnung fest, doch durch die Verankerung des Sozialstaatsprinzips schließt es eine reine „freie Marktwirtschaft“ aus. Das Konzept der sozialen Marktwirtschaft, das auf den ersten Wirtschaftsminister der Bundesrepublik und späteren Bundeskanzler Ludwig Erhard zurück geht, wird durch die Flankierung der Marktkräfte mit sozialpolitischen Maßnahmen gesichert.
 
Mit dem Modell der sozialen Marktwirtschaft soll innerhalb bestimmter Grenzen das freie Spiel der Kräfte auf dem Markt ermöglicht und unsoziale Auswüchse des Marktgeschehens verhindert werden. Das Angebot an Gütern wird gesteigert und differenziert, die Anbieter werden zu Innovationen motiviert, Einkommen und Gewinne nach individueller Leistung verteilt. Zugleich verhindert die soziale Marktwirtschaft eine übermäßige Ansammlung von Marktmacht, sichert die Beteiligung der Beschäftigten an wirtschaftlichen Grundentscheidungen und damit ihre Teilhabe an gesellschaftlichen Errungenschaften.
 
Die Aufgabe von Staat und Politik ist es dabei, den Rahmen für einen funktionierenden Wettbewerb zu schaffen und die unterschiedlichen Interessen zu moderieren. Gleichzeitig muss er die Bereitschaft und die Fähigkeit der Menschen zu eigenverantwortlichem Handeln und mehr Selbstständigkeit fördern.
 
Exportweltmeister
 
Wie in kaum einem anderen großen Industrieland ist das Wirtschaftsleben in Deutschland international geprägt. Jeder dritte Euro wird im Export erwirtschaftet; nahezu jeder vierte Arbeitsplatz hängt vom Außenhandel ab. Der deutsche Außenhandelsüberschuss betrug 2003 129 Milliarden Euro. Im Export von Waren ist Deutschland Weltmeister – noch vor den USA.
 
Die hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zeigt sich am deutlichsten im hohen und rasch wachsenden Warenexport. Auch der Anstieg der Direktinvestitionen internationaler Unternehmen in Deutschland unterstreicht die gute Position der deutschen Wirtschaft.
 
Die wichtigsten Handelspartner Deutschlands sind die westlichen Industrieländer. Die engsten Handelsbeziehungen bestehen dabei mit den Mitgliedern der Europäischen Union, mit denen Deutschland mehr als die Hälfte seines Außenhandelsumsatzes erzielt. Nahezu 72 Prozent der deutschen Ausfuhren verbleiben im europäischen Raum; 71 Prozent der deutschen Einfuhren stammen ebenfalls aus Europa.
 
Wichtigster Handelspartner blieb auch im Jahre 2003 Frankreich. Bei den Einfuhren folgten die Niederlande und die USA. Hauptabnehmer deutscher Waren und Dienstleistungen sind nach Frankreich die USA und Großbritannien. Eine wachsende Bedeutung im deutschen Außenhandel nehmen auch die Staaten Mittel- und Osteuropas – insbesondere Polen, die Tschechische Republik und Ungarn – ein.
 
Internationale Spitzenposition
 
Deutschland gehört zu den führenden Industrieländern der Welt. Die deutsche Industrie konnte in den letzten Jahren ihre Wettbewerbsfähigkeit beträchtlich steigern und ihre führende Position auf den internationalen Märkten weiter ausbauen.
 
Auch im europäischen Vergleich behauptet die deutsche Industrie ihre starke Stellung. So stieg zwischen 1995 und 2001 der deutsche Anteil an der EU-Produktion in der Automobilindustrie von 48,2 Prozent auf 52,6 Prozent, im Maschinenbau von 42,3 Prozent auf 44,4 Prozent und im Bereich der Herstellung von Büromaschinen und Datenverarbeitungsgeräten von 24,9 Prozent auf 29,7 Prozent.
 
Zwischen 1991 und 2002 stieg das Bruttoinlandsprodukt (der Wert aller erzeugten Waren und Dienstleistungen) von 1.710 Milliarden Euro auf 1.984 Milliarden Euro. Die weltweite Konjunkturschwäche führte dazu, dass sich das Wachstum im Jahr 2002 verlangsamte. Mit seiner wirtschaftlichen Gesamtleistung steht Deutschland dennoch international an dritter Stelle.
 
Branchen und Sektoren
 
Wichtigster Wirtschaftszweig Deutschlands mit einem traditionell sehr hohen Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Produktion ist die Industrie. Die 49.000 deutschen Industriebetriebe beschäftigen fast 6,4 Millionen Mitarbeiter. Zusammen erzielen sie einen Umsatz von mehr als 1,3 Billionen Euro. 98 Prozent aller deutschen Industrie-Unternehmen gehören mit 500 und weniger Mitarbeitern dem Mittelstand an, der ca. 33 Prozent des Industrieumsatzes erwirtschaftet.
 
Neben der Industrie spielt auch der Dienstleistungssektor eine herausragende Rolle und hat inzwischen nahezu die Größe der Industrie erreicht. Eine deutsche Besonderheit und traditionelles Herzstück des Wirtschaftslebens ist das Handwerk. Mit seinen rund 863 000 Betrieben ist es der vielseitigste Wirtschaftsbereich Deutschlands, in dem 14 Prozent aller 36 Millionen Beschäftigten arbeiten.
 
Die deutsche Industrie weist ein sehr breites Spektrum auf und hat in vielen Branchen weltweit eine Spitzenstellung inne. Deutschland ist der drittgrößte Automobilproduzent der Welt, mehr als 70 Prozent der hier produzierten Fahrzeuge sind für den Export bestimmt. Auch der Maschinen- und Anlagenbau, dem die meisten Betriebe der deutschen Industrie angehören, ist von herausragender internationaler Bedeutung.
 
Weltweit führend ist Deutschland auch in der chemischen Industrie. Zu den innovativsten deutschen Branchen mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten zählen darüber hinaus die Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie die Informations- und Biotechnologie.
 
Messeplatz Deutschland
 
Die Messewirtschaft gehört zu den führenden Dienstleistungsbranchen der deutschen Wirtschaft. In der Durchführung internationaler Messen ist der Messeplatz Deutschland weltweit die Nummer eins. Von den global führenden Messen der einzelnen Branchen finden rund zwei Drittel in Deutschland statt – darunter die Hannover Messe als die größte weltweite Industriemesse, die Frankfurter Buchmesse, die Computer-Messe CeBIT oder die Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt. Auch haben fünf der zehn umsatzmäßig größten Messeveranstalter der Welt ihren Sitz in Deutschland.


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